César Manriques Vermächtnis

Ich kenne keinen zweiten Ort an dem die Natur ihre unerschöpfliche Kraft so eindringlich demonstriert, wie auf Lanzarote. In jahrhundertelanger Kleinarbeit hat sie, durch den Kampf zwischen den Elementen, ein Meisterwerk geschaffen. Dass wir dieses, trotz Einzug des Massentourismus, auch heute noch an so vielen Stellen in seiner ursprünglichen Form bewundern können, haben wir dem Lebenswerk des einheimischen Künstlers César Manrique zu verdanken. lanzarote

César Manrique (1919-1992) – den der spanische Dichter Rafael Alberti einmal den “Hirten des Windes und der Vulkane” nannte – war Maler, Architekt, Bildhauer, Designer und Umweltschützer zugleich. Einst in Tahiche geboren und aufgewachsen, kehrte er nach mehreren Jahren im Ausland 1968 in seine Heimat Lanzarote zurück. Nach eigenen Worten will er Lanzarote zum “schönsten Platz auf der Welt” machen. Fortan setzt er sich für den Schutz der Insel und gegen den Massentourismus ein.

Es gehört zu César Manriques wichtigsten Anliegen, dass auf Lanzarote ausschließlich traditionell gebaut werden darf, Bettenburgen und Leuchtreklametafeln sind tabu. Nach seinen Vorstellungen soll kein Bauwerk höher als eine kanarische Dattelpalme sein  – ein Wunsch der sich Dank der Unterstützung des damaligen Inselpräsidenten Pepín Ramíres auch erfüllt. Das soll keineswegs heissen, dass César Manrique die wirtschaftliche Notwendigkeit des Tourismus für Lanzarote verkannte. Er wollte jedoch ausschließlich Touristen ansprechen, die “seine” Insel genauso schätzen wie er selbst.

cesar-manrique_uga

Neben zahlreichen Skulpturen und Windspielen, welche die Insel zieren und meist in der Mitte eines Kreisverkehrs stehen, hat Manrique einige der beeindruckensten Sehenswürdigkeiten geschaffen. Jedes dieser Werke spiegelt seine Vision – die Symbiose von Architektur und Natur – wieder.

cesar-manrique_wohnhaus_lanzarote

In den nächsten Artikeln werde ich Ihnen einige dieser Kunstwerke vorstellen. Angefangen mit seinem selbsterbauten Wohnhaus, in dem heute die César-Manrique-Stiftung sitzt, die u.a. dafür sorge trägt, dass auf Lanzarote auch weiterhin nach seinen Grundsätzen gebaut wird, über das Restaurant “El Diablo” im Nationalpark Timanfaya, dessen Grill aus der Hitze der Berge gespeist wird und die Cueva de los Verdes – eine Lavahöhle in der sich ein Konzertsaal mit außergewöhnlicher Akustik befindet – bis hin zum “Jardin de Cactus”, einem beeindruchenden Kakteengarten.

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3 Kommentare

  1. unbekannter verehrer
    Erstellt am %A, 28UTCWed, 28 Jul 2010 00:35:25 +0000 %e. %B %Y um %H:%M | Permanent-Link

    Ich finde deine Blogs echt schön. Schreib weiter so …
    Daumen hoch

  2. Erstellt am %A, 04UTCThu, 04 Nov 2010 22:36:52 +0000 %e. %B %Y um %H:%M | Permanent-Link

    Das erste Foto find ich wirklich eindrucksvoll – erinnert ein wenig an die unberührte Natur Islands – herrlich!

    Grüße von der Nachbarinsel

  3. admin
    Erstellt am %A, 05UTCFri, 05 Nov 2010 01:11:51 +0000 %e. %B %Y um %H:%M | Permanent-Link

    Danke, grüße zurück.
    …Du hast aber auch ein paar beeindruckende Bilder auf deiner Website – ecklige Spinnen zum Beispiel, ieeeee

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